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MWNF Travel Books


Deutschland
1998, Paperback
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Title Barock & Rokoko (Bayern Süd)
Subtitle Baroque & Rococo
256 pages, 181 colour illustrations
   
Country Deutschland
   
Author(s) L. Tavernier (ed.), J. Hallinger, M. Heim, H-M. Körner, M. Kühlenthal, Y. Langenstein, L. Tavernier
Photographer(s)  
   
Publisher(s) MWNF (Vienna)
   
Languages Deutsch.
   
Description Die Sinne schwelgen zu lassen war das Ziel der barocken Kunst. Mit Hilfe prunkvollster Interieurs wurde in Kirchen und Schlössern jedermann die Herrlichkeit göttlicher und weltlicher Ordnung vor Augen geführt. Und welches Land wäre besser dazu geeignet, den barocken Rausch der Sinne nachzuerleben, als Bayern, das wie kein zweites so nachhaltig durch die Barockzeit geprägt wurde, man denke neben den vielen Klöstern und Schlössern auch an die ungezählten Zwiebeltürme der Dorfkirchen, die die Erscheinung der Kulturlandschaft des südlichen Bayern entscheidend bestimmen. Der heute noch in religiösem Brauchtum verwurzelten Lebensweise der Bewohner entsprechend, strahlen vor allem die Kirchenräume eine Aura aus, die als „die bayerischen Note“ der Barockkunst dieses Landes bezeichnet werden darf: es ist die volksnahe, teils kindlich-naive Freundlichkeit, oft gepaart mit einem Schuß Humor, die den Kunstreisenden bezaubert. Impulsgeber der künstlerischen Orientierung waren die in München residierenden bayerischen Herzöge aus dem Haus Wittelsbach, deren Kunstpolitik sich seit dem 16. Jahrhundert Italien zum Vorbild nahm. Mit der Regierung des ersten bayerischen Kurfürsten Maximilian I. erreicht der spätgotische Bautraditionen und antikisierende Formen vereinigende Frühbarock seinen Höhepunkt, nach der Zäsur des für Bayern in einer unglaublichen Woge von Verwüstungen endenden Dreißigjährigen Krieges folgte unter Kurfürst Ferdinand Maria eine rein italienisch geprägte hochbarocke Phase. Erst an der Wende vom 17. zum 18. Jahrhundert begann unter dem sogenannten „Blauen Kurfürsten“ Max Emanuel die Umorientierung in Richtung Frankreich. Das Ergebnis dieser das gesamte 18. Jahrhundert bestimmenden Neuorientierung stellen im höfischen Bereich die beiden großen an Versailles orientierten Schloßbauten von Nymphenburg und Schleißheim in der Umgebung der ehemaligen Haupt- und Residenzstadt München dar, die noch heute mit ihren reichen Schauräumen und weitläufigen Parkanlagen die Besucher anziehen. Das kulturelle Zentrum Schwabens war hingegen die ehemalige Freie Reichsstadt Augsburg, deren auf weitreichende Handelsbeziehungen gegründeter Wohlstand viele Künstler anzog. Ein gut organisiertes Verlagswesen konnte die Maler, Bildhauer und Stukkateure mit den aktuellsten und modernsten Kupferstichvorlagen versorgen, das Kunsthandwerk Augsburgs war in der Barockzeit weithin berühmt und eine Malerakademie diente als fruchtbare Ausbildungsstätte für zahlreiche Freskanten. Die Ausstellungsstraße „Barock und Rokoko in Südbayern“ führt in 14 Routen zu den interessantesten Denkmälern dieser Epoche und macht mit ihnen vertraut. In einem überschaubaren Gebiet, das von der altbayerischen Bischofsstadt Freising und der schwäbischen Reichsstadt Augsburg im Norden, südlich von den Alpen, im Osten vom Inn und im Westen von der Iller eingegrenzt wird, sind die Routen nach landschaftlichen Gesichtspunkten zusammengestellt. Auf ihnen trifft der Kunstreisende immer wieder auf die typischen, von Frömmigkeit und/oder Repräsentationsbedürfnis getragenen Bauaufgaben der Barockzeit: kurfürstliche Residenzen, Klöster, Wallfahrts- und Pfarrkirchen, die erst in der Zusammenschau das vielschichtige und bunte Bild einstigen barocken Lebens auferstehen lassen.
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German version


Paperback [1998, 15 x 21.5 cm, available]
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